Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Diversity Management
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Diversity Management (kurz DiM, oft und im angelsĂ€chsischen Bereich auch Managing Diversity) bzw. Management der Vielfalt oder DiversitĂ€tsmanagement ist Teil des Personalwesens (englisch Human Resources Management)cite-ref-1[1] und wird meist im Sinne einer konstruktiven Nutzung der in einem Unternehmen oder einer anderen Organisation vorfindbaren personellen und sozialen Vielfalt verwendet. Diversity Management toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit (englisch diversity) der Mitarbeiter, sondern hebt diese im Sinne einer positiven WertschĂ€tzung besonders hervor und versucht, sie fĂŒr den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen.

Die klassische Betriebswirtschaftslehre geht davon aus, dass die DiversitĂ€t der Mitarbeiter nicht im Fokus ihres Gestaltungsinteresses steht, sondern nur einer von vielen sozialen Faktoren des betrieblichen Verwertungsprozesses ist. Im Gegensatz dazu besteht das Ziel des Diversity Management darin, diese DiversitĂ€t der ArbeitskrĂ€fte zu nutzen und deren Differenzen bewusst im Sinne des Unternehmens zu gestalten, unter anderem um neue externe Rekrutierungspotenziale zu erschließen, die Vielfalt der externen Kundschaft oder Klientel auch innerhalb der eigenen Arbeitsorganisation besser abzubilden (Diversity Marketing), eine dysfunktionale soziale Diskriminierung von Frauen und Minderheiten zu verhindern, BeschĂ€ftigten bisher in FĂŒhrungspositionen unterreprĂ€sentierter Gruppen Karrierewege zu ermöglichen und dadurch die Motivation, WettbewerbsfĂ€higkeit und KreativitĂ€t zu steigern.

Diversity Management fokussiert in der EuropĂ€ischen Union die gesetzlich durch das AGGcite-ref-2[2] oder andere Rechtsprechung vorgegebenen Merkmale wie Geschlecht, Ethnie, Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung und Religion. ZusĂ€tzlich zu den im AGG genannten „PrimĂ€rdimensionen“ werden gelegentlich auch „SekundĂ€rdimensionen“ genannt, die durch ein Diversity Management berĂŒcksichtigt werden sollen: das Einkommen, der berufliche Werdegang, die „geografische Lage“, der Familienstand, die Elternschaft und die (Aus-)Bildung eines Bewerbers bzw. Mitarbeiters.cite-ref-3[3] In noch stĂ€rker ausdifferenzierten Konzepten des Diversity Managements werden auch Kategorien wie Unterschiede in FĂ€higkeiten, Kompetenzen, Arbeitsstil und Verhalten aller Art berĂŒcksichtigt.

Das Diversity Mainstreaming durch staatliche Verwaltungen verwendet dieselben Begriffe wie das Diversity Management in Unternehmen. Es orientiert sich jedoch weniger an wirtschaftlichem Profitstreben als vielmehr am Gedanken sozialer Gerechtigkeit und der Herstellung von Chancengleichheit fĂŒr alle Menschen.cite-ref-4[4]

Contents

‱ Forschung
‱ Kritik
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Definitionen

Diversity im Unternehmenskontext

Der Begriff Diversity, der meist mit „DiversitĂ€t“, „HeterogenitĂ€t“, „Verschiedenartigkeit der Belegschaft“ oder in leicht positiver Konnotation mit „Vielfalt“ ĂŒbersetzt wird, ist vielschichtig und facettenreich. Die aktuelle Diskussion bewegt sich zwischen den Polen der Gleichstellungspolitik einerseits und einer proaktiven Wettbewerbsorientierung andererseits. Clutterbuck verdeutlicht:

„At one extreme, diversity can be seen as a means of overcoming injustice – righting wrongs – and at the other as a means of enhancing individual and group contribution to the organization’s goals.“

–

David Clutterbuck

:

Establishing and sustaining a formal mentoring programme for working with diversified groups

Die Begriffsfassungen von Diversity unterscheiden sich hinsichtlich der Merkmale und des Umfangs sozialer Inklusion, die aufgrund ihrer Auswirkung auf die Arbeitsbeziehungen relevant werden. Am weitesten – wenn auch weg von dem politischen Impetus der Gleichstellung – geht die Definition nach Dieter Wagner und Peyvand Sepehri, wenn sie unter Diversity jegliche Unterschiede fassen, durch die sich Menschen in Organisationen auszeichnen.cite-ref-6[6]

Differenzierter formulieren Thomas und Ely:

„Diversity should be understood as the varied perspectives and approaches to work that members of different identity groups bring.“

–

David Thomas, Robin Ely

:

Making differences matter

Die Auffassungen divergieren insbesondere in Bezug auf das Ausmaß, in dem neben sichtbaren demographischen DiversitĂ€tsmerkmalen wie Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion und Bildungsstand (surface-level diversity) auch nicht sichtbare Merkmale wie kulturelle Werthaltungen und Erfahrungen (deep-level diversity) von Interesse sind. WĂ€hrend sichtbare Attribute fĂŒr Teilhabe und Partizipation an Arbeits- und Entscheidungsprozessen in Gruppen eine wichtige Funktion haben, kann die QualitĂ€t und Verteilung von nicht sichtbaren oder nur schwer erkennbaren Unterschieden unmittelbare Leistungs- und Ergebnisrelevanz fĂŒr Unternehmen entfalten.cite-ref-8[8] Eine Begriffsfassung, die ĂŒber eine summarische Erfassung relevanter Unterschiede von Mitarbeitern und Organisationseinheiten hinausgeht, bietet Rosemary Hays-Thomas, die mit der Auswirkung der DiversitĂ€t auf die Arbeitsbeziehungen zugleich die BegrĂŒndung fĂŒr die unternehmerische Relevanz von Diversity liefert:

„We will use the term ‚diversity‘ to refer to differences among people that are likely to affect their acceptance, work performance, satisfaction, or progress in an organization.“

–

Rosemary Hays-Thomas

:

The psychology and management of workplace diversity

Der Wert der DiversitĂ€t fĂŒr eine Organisation wird wesentlich durch die Perspektiven bestimmt, die die Organisation bezĂŒglich der leistungsrelevanten Merkmale ihrer Mitglieder einnimmt.

Auf die Gefahr, dass durch eine Betrachtungsweise, die Menschen primĂ€r aufgrund einzelner Merkmale als Angehörige bestimmter Gruppen klassifiziert oder kontraproduktive stereotype Denk- und Verhaltensmuster gefördert werden, wird von verschiedenen Autoren deutlich hingewiesen. Die Alternative ist ein Diversity-Begriff, der die IndividualitĂ€t als das Wesen menschlicher Existenz in den Vordergrund rĂŒckt.cite-ref-10[10]

Als Argumentationshilfe zur Auseinandersetzung mit Skeptikern listen Gremien der deutschen Bundesregierung und der EuropĂ€ischen Union zehn GrĂŒnde auf, warum Unternehmen proaktiv ein Diversity Management implementieren sollten:

„DiM


‱ steigert den Umsatz: Migrantinnen und Migranten bringen wertvolle Sprachkenntnisse mit, um neue Kundengruppen anzusprechen;
‱ hilft bei der Expansion in neue MĂ€rkte: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Kulturen haben ein tiefes VerstĂ€ndnis ihrer HerkunftsmĂ€rkte – Unternehmen können Vorteile im Einkauf und Verkauf erzielen;
‱ verbessert das Image: Die Öffentlichkeit honoriert Unternehmen, die sich offen und pluralistisch darstellen;
‱ erleichtert die Rekrutierung geeigneter BeschĂ€ftigter: Unternehmen, die Vielfalt schĂ€tzen, können sich als beliebte Arbeitgeber positionieren;
‱ bindet BeschĂ€ftigte an den Betrieb: DiM-Unternehmen haben eine geringere Fluktuationsrate, weil BeschĂ€ftigte sich verstanden und 'zu Hause' fĂŒhlen;
‱ nutzt vorhandene Potenziale der Belegschaft: DiM verringert Reibungsverluste zwischen heterogenen Mitarbeitergruppen, verbessert den Informationsaustausch und steigert damit die Leistung;
‱ verbessert das Ranking von Analysten: Institutionelle Investoren begrĂŒĂŸen es, wenn FĂŒhrungspositionen international besetzt sind;
‱ ermöglicht den Zugang zu ethisch orientiertem Kapital: Politisch korrekte Investmentfonds erwarten eine funktionierende pluralistische Binnenorganisation innerhalb von Unternehmen;
‱ senkt Risiken: AGG-Schadensersatzklagen sind weniger wahrscheinlich, wenn ein Betrieb DiM umsetzt;
‱ antizipiert internationale Regulierung: Global agierende Unternehmen operieren in unterschiedlichen Rechtsgebieten, die teilweise von strengen Anti-Diskriminierungsrichtlinien geprĂ€gt sind.“cite-ref-11[11]

Diversity Management

Diversity Management beinhaltet nach Taylor Cox „planning and implementing organizational systems and practices to manage people so that the potential advantages of diversity are maximized while its potential disadvantages are minimized.“cite-ref-12[12] Insofern stellt die Implementation von Diversity Management nicht nur eine Methode der MitarbeiterfĂŒhrung, sondern eine unternehmensstrategische Aufgabe dar. Sie basiert im Idealfall auf Analysen, die die vorfindbare Vielfalt der BeschĂ€ftigten und ihre ReprĂ€sentanz auf verschiedenen Hierarchieebenen in den Unternehmensbereichen wie im Außenraum gegenĂŒber dem Kunden feststellen.

Daraus können personalpolitische Schlussfolgerungen fĂŒr den Zugang zu neuen Gruppen auf AbsatzmĂ€rkten oder zur Optimierung von Produkten, Dienstleistungen und Ansprachestrategien fĂŒr verschiedene KĂ€ufergruppen (Diversity Marketing) abgeleitet werden. Diese Schlussfolgerungen bestehen z. B. darin, in der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der BeschĂ€ftigten besonderes fach-, branchenfremdes oder fremdkulturelles Wissen oder berufliche Erfahrungen von ArbeitskrĂ€ften (Quereinsteigern) mit ungewöhnlichen Karrieren nutzbar zu machen. Es geht auch darum, in der Vielfalt enthaltene Konfliktpotenziale bei der Personalrekrutierung und Zusammensetzung von Teams zu beachten.

Vor allem wird Diversity Management im Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal und bei FachkrĂ€fteengpĂ€ssen zur Erschließung neuer Zielgruppen empfohlen.cite-ref-13[13] Dem steht allerdings die Aussage einer Studie von Kienbaum Consultants International gegenĂŒber, dass Personalentscheider dem Thema Diversity trotz FachkrĂ€ftemangel keine große Relevanz beimessen: Nur sechs Prozent platzieren Diversity Management auf den ersten Rang einer PrioritĂ€tenliste der Personalbereiche (und damit auf den vorletzten Platz).cite-ref-14[14]

Im Personalmanagement wird oft nach dem Prinzip der SelbstĂ€hnlichkeit rekrutiert,cite-ref-15[15] was auch bei der Selektion privater Kontakte oder bei der Partnerwahl ĂŒblich ist. Privat wie im Arbeitsleben gilt es als ein Prinzip, das Konflikte minimiert. Dabei birgt es erhebliche Risiken fĂŒr Unternehmen: Perspektiven werden vorschnell eingeengt, Risiken oder spezifische KundenbedĂŒrfnisse werden ĂŒbersehen, fĂŒr Querdenker ist kein Platz.cite-ref-16[16] Insbesondere im VerhĂ€ltnis von Prinzipal und Agent ist das riskant.

Diversity Mainstreaming in staatlichen und nicht-profitorientierten Institutionen

In der öffentlichen Verwaltung und im Non-Profit-Bereich (Erziehung, Bildung, Gesundheit, Therapie usw.) geht es um eine angemessene Abbildung der sozialen und demografischen Struktur der Klientel in der Belegschaftsstruktur dieser Einrichtungen. Man verspricht sich davon eine bessere Erreichung von Zielgruppen und eine höhere QualitÀt der professionellen Arbeit.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18]

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes definiert „Diversity“ als

‱ ein menschenrechtlich orientiertes VerstĂ€ndnis von Vielfalt, das auf gleiche Rechte abzielt und dabei die Vielfalt und KomplexitĂ€t von Menschen und ihren Lebenslagen berĂŒcksichtigt;
‱ ein[en] Perspektivenwechsel vom problemzentrierten hin zu einem ressourcenorientierten VerstĂ€ndnis von Zielgruppen;
‱ ein Organisations- und Personalentwicklungsinstrument, das zu höherer Effizienz und KreativitĂ€t in Arbeitsprozessen, besserer Kundenorientierung und mehr sozialer Gerechtigkeit fĂŒhrt.

Diese Definition orientiert sich an den sechs „PrimĂ€rdimensionen“ des AGG und ist fĂŒr alle Dienststellen des Bundes, der LĂ€nder und der Kommunen in Deutschland verbindlich.cite-ref-19[19] Von Belang fĂŒr die Privatwirtschaft sind die genannten Vorgaben insofern, als Gebietskörperschaften auch als Wirtschaftssubjekte fungieren, die durch Richtlinien fĂŒr die Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge ihre Vorstellungen von Diversity auch fĂŒr Dritte verbindlich machen können.

Das Center for intersectional justice schlĂ€gt vor, die soziale Herkunft als siebente der Vielfaltsdimensionen anzuerkennen, was von der deutschen Charta der Vielfalt unterstĂŒtzt wird.cite-ref-20[20]

Ziele und Inhalte

Diversity Management hat zum Ziel, die in der Vielfalt steckenden Potentiale zu realisieren. Schlagwortartig wird formuliert, dass aus WertschÀtzung Wertschöpfung entstehen soll.cite-ref-21[21]

Mit Diversity Management verbinden sich operationale und strategische Zielsetzungen. Die strategische Zielsetzung besteht in der Erhöhung der AnpassungsfĂ€higkeit an sich global verĂ€ndernde Marktbedingungen und Kundenstrukturen (z. B. NischenmĂ€rkte) durch den Aufbau eines einzigartigen, schwer imitierbaren Humankapitals, vor allem auch durch Identifizierung vorhandener, aber brachliegender diverser Ressourcen. Im weitestgehenden Fall ist damit die Transformation der Organisation zu einer multikulturellen Organisation im Sinne aller Diversity-Aspekte, also einschließlich Gender, Alter usw. gemeint.

In der operationalen Ausrichtung zielt Diversity Management auf erhöhte operative EffektivitÀt, Problemlösungs- und KonfliktlösungsfÀhigkeit heterogener Gruppen.

In dem in Deutschland noch jungen Gebiet des Diversity Management ist eine Binnendifferenzierung zu beobachten. Mit personenbezogenen und verhaltensbezogenen Aspekten werden zwei Inhaltsbereiche des Diversity Management unterschieden.

Personenbezogene Aspekte

Personenbezogenen Aspekten (ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss) wird durch speziell auf Zielgruppen zugeschnittene Maßnahmen Rechnung getragen, etwa zur Migrationsthematik, zur Wiedereingliederung Ă€lterer Arbeitnehmer und zum Umgang mit Generationenvielfalt (Generationen-Management) und der Beachtung von unterschiedlichen BedĂŒrfnissen der Geschlechter (Gender-Mainstreaming). Allerdings beziehen nur wenige Unternehmen ausdrĂŒcklich auch die sexuelle Orientierung ihrer Mitarbeiter in das VerstĂ€ndnis von Diversity ein. IBM (in den USA schon seit 1983), die Hamburger Hochbahn AG und Ford Kölncite-ref-22[22] gehören zu diesen Ausnahmeunternehmen.

Verhaltensbezogene DiversitÀt

Maßnahmen, die verhaltensbezogene Aspekte (verhaltenswirksame Einstellungen gegenĂŒber und Erfahrung im Umgang mit DiversitĂ€t) zum Gegenstand haben, zielen auf die Schaffung eines fĂŒr das Diversity Management gĂŒnstigen Umfeldes und von Akzeptanz. Dabei kann in der Praxis beobachtet werden, dass stereotype Vorstellungen die Maßnahmeinhalte bestimmen. So wird z. B. bei der Eingliederung von Mitarbeitern auslĂ€ndischer Herkunft auf Sprachunterricht Wert gelegt. Das kann dazu fĂŒhren, dass eine heftige Konkurrenzsituation zwischen Mitarbeitern mit bereits fortgeschrittenen Deutschkenntnissen und solchen mit Basiskenntnissen entsteht. Das ist aber bereits Ausdruck eines konkurrenzorientierten kulturgeprĂ€gten Verhaltens, das nicht bei Mitarbeitern aller NationalitĂ€ten vorkommt.cite-ref-23[23] Wenn die Sprachkurse ohne Beachtung des kulturellen Hintergrundes erfolgen, kann es auch vorkommen, dass z. B. Frauen aus muslimischen LĂ€ndern aufgrund von kulturellen Tabus nicht teilnehmen. Im Gegensatz zu Methoden „aus einem Guss“ wĂ€re in diesem Beispiel das Anbieten von Deutschunterricht fĂŒr Paare muslimischer Herkunft eine zielgruppenangepasste Maßnahme. Das Beispiel wirft auch die Frage auf, ob Gender nur ein gleichwertiges IdentitĂ€tsmerkmal neben anderen ist oder ob Diversity-Merkmale je nach Kultur oder Region sehr unterschiedliche Konnotationen haben.cite-ref-24[24]

Die Fokussierung verhaltensbezogener DiversitĂ€t kann auch zu Stereotypenbildung fĂŒhren. Symptomatisch dafĂŒr sind Aussagen wie „Mitarbeiter der technischen Abteilung können nicht kundenorientiert denken“ oder „Mit denen kann man nicht zusammenarbeiten.“ Durch solche selbsterfĂŒllenden Prophezeiungen können die Arbeitsbeziehungen nachhaltig beeintrĂ€chtigt und die erforderliche DiversitĂ€t vermindert werden.cite-ref-25[25]

Implementation

Taylor Cox schlĂ€gt ein dreistufiges Modell zur Vermittlung diversity-relevanter Inhalte und Themen vor, das die Bearbeitung sowohl personen- als auch verhaltensbezogener Aspekte ermöglichen soll. Er unterscheidet bei der Konzipierung von Maßnahmen drei Funktionen: Sensibilisierung, Wissensvertiefung und VerhaltensĂ€nderung.cite-ref-26[26]

‱ Die Sensibilisierung dient der Förderung der bewussten Wahrnehmung von Vielfalt und der Trennung dieser Wahrnehmung von Bewertungen, denn Vielfalt wird im Arbeitsalltag (zu) oft als störendes Anderssein wahrgenommen.
‱ Wissensvertiefung stellt sachliche Informationen ĂŒber die ausgewĂ€hlten Diversity-Aspekte bereit und dient der Orientierung. Sie soll helfen, das zuweilen als irritierend erlebte Anderssein von Kollegen, Kunden oder Klienten neu zu verstehen und sich bewusst zu werden, dass Menschen dasselbe Erlebnis mit anderen unterschiedlich interpretieren und bewerten können und dass es immer auch andere VerstĂ€ndnismöglichkeiten als die eigene gibt.
‱ VerhaltensĂ€nderung kann als Wirkung gelungener Sensibilisierung und Wissensvermittlung begriffen werden: Man reagiert anders auf bestimmte Situationen, ruft neu erworbenes Wissen in diesen Situationen ab, sucht nach ErklĂ€rungen fĂŒr irritierende Beobachtungen und ist zu Probehandeln bereit. Die VerhaltensĂ€nderung kann durch Methoden wie Fallbesprechungen und Critical incident unterstĂŒtzt werden.

Diese drei Schritte sind bei der betrieblichen Entwicklung interkultureller Kompetenzen bereits erfolgreich erprobt worden.cite-ref-27[27]

Praktische Umsetzungsmöglichkeiten

Ein erfolgreiches Diversity Management hĂ€ngt maßgeblich von gezielten Initiativen ab, die sich darauf fokussieren, DiversitĂ€t und Inklusion innerhalb einer Organisation aktiv zu fördern. Dazu zĂ€hlen Maßnahmen wie Schulungen, zum Beispiel zu unbewussten Vorurteilen, Job-Rotation-Programme, interkulturelle Trainings oder auf DiversitĂ€t ausgerichtete Rekrutierungsprogramme. Diese Initiativen stoßen jedoch nicht immer auf uneingeschrĂ€nktes VerstĂ€ndnis bei den Mitarbeitenden.cite-ref-28[28] Daher ist es entscheidend, die Initiativen strategisch und engagiert in die Organisationskultur zu integrieren, um ihre Wirkung langfristig zu sichern.cite-ref-12-29-0[29]cite-ref-12-29-1[29] Forschungsergebnisse zeigen, dass die UnterstĂŒtzung auf FĂŒhrungsebene ausschlaggebend fĂŒr das Gelingen solcher Initiativen ist.cite-ref-12-29-2[29]cite-ref-22-30-0[30] FĂŒhrungskrĂ€fte sollten dabei eine Vorbildfunktion ĂŒbernehmen und die Verantwortung fĂŒr die Umsetzung der Maßnahmen aktiv mittragen. Diese Verantwortung kann sowohl intern von FĂŒhrungskrĂ€ften als auch von externen Spezialisten ĂŒbernommen werden, deren Fachkompetenz die GlaubwĂŒrdigkeit und Effizienz der Initiativen verstĂ€rkt.cite-ref-12-29-3[29] DarĂŒber hinaus ist es wichtig, fĂŒr die erfolgreiche Umsetzung von Diversity-Initiativen klar definierte und messbare Ziele zu setzen. Diese Ziele schaffen Transparenz und geben Mitarbeitenden eine konkrete Perspektive, was durch die Maßnahmen erreicht werden soll. Eine regelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfung und Kontrolle der Prozesse stellt sicher, dass die Diversity-Ziele auf Kurs bleiben und ermöglicht zugleich die frĂŒhzeitige Identifizierung von Problemen und Chancen fĂŒr Optimierungen. Wichtige Instrumente sind dabei die systematische Erfassung und Dokumentation von Daten, wie etwa dem Geschlecht oder der ethnischen Herkunft der Mitarbeitenden. Diese Daten bieten wertvolle Einblicke und ermöglichen es, Fortschritte zu messen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.cite-ref-12-29-4[29]cite-ref-31[31] Langfristig angelegte Ziele, die regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft und analysiert werden, sind essenziell, um die UnterstĂŒtzung fĂŒr Diversity-Initiativen im Unternehmen zu sichern. Denn sollten die gesetzten Ziele nicht erreicht werden, könnte das Vertrauen der Mitarbeitenden in die Maßnahmen schwinden. Durch klare Zielsetzungen und regelmĂ€ĂŸige Analysen kann diesem Risiko entgegengewirkt und eine positive Wirkung von Diversity-Initiativen auf das Betriebsklima und die Unternehmensleistung erreicht werden.cite-ref-12-29-5[29]cite-ref-22-30-1[30]

Geschichte und Hintergrund

Das Konzept des Diversity Management entwickelte sich ursprĂŒnglich als sozio-politische Graswurzelbewegung in den USA der 1960er Jahre an der Schnittstelle von Frauenrechts- und BĂŒrgerrechtsbewegung. Hieraus entstand zunĂ€chst die Affirmative Action in öffentlichen Einrichtungen, z. B. in der Armee, und in Unternehmen: Sie zielt darauf, dass die in der Gesellschaft vertretenen Bevölkerungsgruppen durch gezielten Nachteilsausgleich (bzw. VorteilsgewĂ€hrung) in diesen Einrichtungen stĂ€rker vertreten sein sollen, d. h. erleichterten Zugang zu Ausbildung, Arbeit und Karriere erhalten. In Deutschland ist dies unter dem Namen „positive Diskriminierung“ bekannt. In der US-Literatur ist dieser Typ von Maßnahmen auch als Discrimination and Fairness-Paradigma bezeichnet worden.cite-ref-0-32-0[32]

Der Gedanke, dass der Staat dafĂŒr zustĂ€ndig sei, die Diskriminierung von Menschen durch (potenzielle) Arbeitgeber zu unterbinden, ist in Deutschland heute noch lebendig. So gibt z. B. die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Informationen ĂŒber unzulĂ€ssige Fragen in VorstellungsgesprĂ€chen, den „Intersex Awareness Day“ sowie ĂŒber das „LSBTIQ-Lehrpersonal“ in Deutschland heraus.cite-ref-33[33]

In den letzten Jahrzehnten wurde das Konzept des Diversity Managements zunehmend von UnternehmensfĂŒhrungen aufgegriffen. WĂ€hrend bis in die spĂ€ten 1990er Jahre Diversity Management vor allem die Frage beinhaltete, wie benachteiligte Gruppen in Unternehmen eingebunden werden können, geht es seither mehr um die Frage, wie die Arbeitsbeziehungen heterogener Belegschaften gestaltet werden können.cite-ref-34[34] Manfred Becker sieht sogar eine Schwerpunktverschiebung zwischen den Begriffen Diversity Management und Mangement Diversity: Letzteres ziele darauf, die individuellen Differenzen nicht ausufern zu lassen, sondern so zu managen, dass das common acting und common thinking der Organisationsmitglieder noch gewĂ€hrleistet bleibt.cite-ref-35[35]

In den USA wurden im Januar 2025 mehrere prĂ€sidiale VerfĂŒgungen (Executive Orders) erlassen, die Programme zu „Diversity, Equity, Inclusion and Accessibility“ (DEIA) in Bundesbehörden beenden bzw. erheblich einschrĂ€nken sollten.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] Teile der Anordnungen wurden im FrĂŒhjahr 2025 gerichtlich vorlĂ€ufig blockiert bzw. wieder in Kraft gesetzt; Verfahren hierzu laufen in mehreren Bundesstaaten und Instanzen.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-40[40] Die politischen Maßnahmen wirkten auch auf internationale Unternehmen mit US-GeschĂ€ft, die einzelne ZielgrĂ¶ĂŸen und VergĂŒtungskriterien neu bewerteten (z. B. Diskussionen um Geschlechterquoten).cite-ref-41[41]

Entwicklungsparadigmen

Thomas und Ely zufolge weist es als Strategie fĂŒr Manager wie andere Managementkonzepte auch verschiedene „Reifegrade“ auf, die die Autoren anhand dreier Entwicklungsstufen beschreiben:cite-ref-0-32-1[32]

Die inzwischen als klassisch zu bezeichnende Diversity-Management-Typologie von Thomas und Ely identifiziert drei wesentliche Stoßrichtungen oder Paradigmen des Diversity Management in Unternehmen und lenkt gleichzeitig den Blick darauf, „how context might shape people’s thoughts, feelings, and behaviours [
] and how these, in turn, might influence the role of cultural diversity in the work group’s functioning.“.cite-ref-42[42] Es handelt sich um die folgende Gestaltungsparadigmen.

Discrimination-and-fairness-Paradigma

Unter den Vorzeichen des „discrimination-and-fairness“-Paradigmas wird ein ZielbĂŒndel, bestehend aus Gleichstellung (equal opportunity), Gleichbehandlung (fair treatment) und sozialer Gerechtigkeit (social justice), verwirklicht. Anstoß sind bzw. waren rechtliche Vorgaben zur Gleichbehandlung von MinoritĂ€ten bei Rekrutierung, Entlohnung und Förderung. Ein Gradmesser der Zielerreichung besteht etwa in der ErfĂŒllung von BeschĂ€ftigungsquoten. Die zugrundeliegende Werthaltung postuliert: „It is not desirable for diversification of the workforce to influence the organization’s work or culture. The company should operate as if every person were of the same race, gender, and nationality.“.cite-ref-43[43] Die Logik hinter dem Paradigma ist eine Ă€hnliche wie hinter der Antidiskriminierungsgesetzgebung, z. B. dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Mit dieser Nivellierung der bestehenden Unterschiede wird allerdings Mitarbeitern die Möglichkeit genommen, ihre in den Arbeitsbeziehungen wirksam werdende IndividualitĂ€t in die Verbesserung von Strategie, Arbeitsprozessen und Verfahrensweisen einzubringen. Auch entfĂ€llt bei Vorgabe von Quoten die Bewusstmachung von Vielfalt als Mittel zur Erhöhung der Identifikation mit der Organisation.cite-ref-44[44] Der Zwang zur Gleichbehandlung und das Gebot des „common acting“ können PassivitĂ€t und ausweichendes Verhalten fördern und Motivation und EigenaktivitĂ€t zur Verbesserung der persönlichen Situation reduzieren.

Auch wird darauf hingewiesen, dass existierende Arbeitsgesetze, Mitbestimmungsstrukturen und Diversity-Strategien die HandlungsspielrĂ€ume der Unternehmen bei der Gestaltung von Diversity einschrĂ€nken oder in Widerspruch zueinander treten können. So kann die Sozialauswahl bei betriebsbedingter KĂŒndigung in Deutschland die Freiheitsgrade der Gestaltung einschrĂ€nken.

BetriebsrĂ€te (und das AGG) fordern im Allgemeinen die Gleichbehandlung, wĂ€hrend Diversity Management gerade die individuelle Behandlung fordertcite-ref-45[45] oder zumindest eine grĂ¶ĂŸere Bandbreite an Maßnahmen und Ansatzpunkten bietet.

Access-and-legitimacy-Paradigma

Auf der Entwicklungsstufe des „access-and-legitimacy“-Paradigmas wird die Vielfalt der Belegschaft als Wettbewerbsfaktor erschlossen. Durch Nachbildung der demographischen Struktur der Kundengruppen in der Belegschaft, z. B. durch Einsatz von Kundenmanagern („key account managers“) mit entsprechender personeller und qualifikatorischer (sprachlicher usw.) Passung, sollen Wettbewerbsvorteile erzielt werden. Nach Thomas und Ely besteht dabei jedoch die Gefahr, dass durch dieses Vorgehen Mitarbeiter mit Nischenkompetenzen zu schnell in verschiedene „TaubenschlĂ€ge“ (pigeonholes) gesperrt werden, ohne dass man versucht, ihre FĂ€higkeiten wirklich zu verstehen und sie in den Mainstream der Arbeitsorganisation zu integrieren.cite-ref-46[46] Werden einzelne LeistungstrĂ€ger auf ihre minoritĂ€tenspezifischen FĂ€higkeiten reduziert, ohne fĂŒr Informations- und Kompetenzaustausch in der Organisation Sorge zu tragen, wird Diversity Management nur als „Insellösung“ realisiert. Die mangelnde DurchlĂ€ssigkeit der Organisation behindert dann mögliche Lerneffekte,cite-ref-47[47] Diversity Management bleibt punktuell und auf die operative Ebene beschrĂ€nkt.

Learning-and-effectiveness-Paradigma

Eine wesentliche Begriffserweiterung erfĂ€hrt Diversity Management beim „learning-and-effectiveness“-Paradigma. Durch die Nutzung der in der DiversitĂ€t der Belegschaft grĂŒndenden Vielfalt der ZugĂ€nge zu Arbeitsgestaltung, Aufgabenplanung und Problemlösung lernt die Organisation. Durch Hinterfragung organisatorischer Funktionen, Strategien, Prozesse und Verfahrensweisen sollen Mitarbeitern Freiheitsgrade und WertschĂ€tzung vermittelt und im Gegenzug Innovation durch Beteiligung gefördert werden.cite-ref-48[48] StĂ€rker als beim „Diskriminierung-und-Fairness“ und „Marktzugangs-und-LegitimitĂ€ts“-Paradigma stellt das „Lern-und-EffektivitĂ€ts“-Paradigma auf organisationales Lernen und die ökonomische Nutzbarmachung der Diversity ab. Erfolg begrĂŒndet die LegitimitĂ€t von Diversity-Maßnahmen. Es ist jedoch fraglich, ob die Erkenntnisse zum organisationalen Lernen sich bruchlos auf die Problemstellung des Diversity Management ĂŒbertragen lassen, besteht doch ein Unterschied zwischen der Zusammenarbeit in homogenen Gruppen und den besonderen Anforderungen, die Gruppen-HeterogenitĂ€t an Qualifikation und Identifikation ihrer Mitglieder stellt.cite-ref-49[49]

Im Gegensatz zur deskriptiven Vorgehensweise von Thomas und Ely vertritt Cox 1991 eine dezidiert prĂ€skriptive Orientierung mit dem Ziel der Maßnahmengenerierung in Übereinstimmung mit den strategischen Zielen zur Verwirklichung einer multikulturellen Organisation.cite-ref-50[50] Das prozessual orientierte Modell von Cox et al. 2001 geht ĂŒber die Nennung idealtypischer Entwicklungsphasen des Diversity Management hinaus und strebt eine Integration in die strategische UnternehmensfĂŒhrung an. Das Ergebnis ist ein fĂŒnfstufiger Regelkreis der Transformation zu einer multikulturellen Organisation. Dieser setzt sich aus den Elementen FĂŒhrung („leadership“), Messung der Diversity-Kompetenz in der Organisation („Research and Measurement“), Anstoß eines internen Lernprozesses („Education“), Anpassung von Rekrutierung, VergĂŒtung, Personalentwicklung und Arbeitsgestaltung auf Anforderungen des Diversity Management („Alignment of management systems“) und Erfolgskontrolle („Follow-up“) zusammencite-ref-51[51] Cox berĂŒcksichtigt bei aller strategischen Orientierung jedoch durchaus die emotionale Reaktion der Mitarbeiter auf die Trainingsprogramme und fordert ihre breite Beteiligung.cite-ref-52[52] Ein breites Spektrum von Sensibilisierungs- und Trainingsmethoden findet sich bei Weißbach et al. 2009.

Zunehmende Durchsetzung einer marktbasierten Perspektive

Will Kymlicka zeigt, dass der Aufstieg des Multikulturalismus und die Anerkennung von Diversity seit den frĂŒhen 1990er Jahren in vielen LĂ€ndern mit dem Aufstieg des Neoliberalismus und dem Ab- oder Umbau des Wohlfahrtsstaates einherging. Dabei spielten Organisationen wie die Weltbank und die OECD eine Rolle, die den Multikulturalismus propagierten.cite-ref-53[53] Dass auch der strategische Ansatz des Diversity Managements sich in Richtung eines „market based view“ entwickelte, in dem sich eine neoliberale Wirtschaftspolitik ausdrĂŒckte, hĂ€lt Regine Bendlcite-ref-54[54] nicht fĂŒr einen Zufall: Die staatlichen Affirmative-Action-Programme in den USA seien ihr zufolge – dem Leitziel der Hegomenie der Institution Markt in der Strategie des Neoliberalismus folgend – schrittweise zurĂŒckgebaut sowie der DiversitĂ€tsgedanke von ethisch-affirmativen Aspekten schrittweise „gereinigt“ und dem Primat des Marktes unterworfen worden.

Die BeschĂ€ftigung mit Diversity Management im europĂ€ischen Raum folgte der Dynamik der Internationalisierung und Globalisierung. International tĂ€tige Konzerne wurden im Zuge von UnternehmenszusammenschlĂŒssen mit Zielsetzung und Leitlinien des Diversity Management amerikanischer PrĂ€gung konfrontiert und fungierten als Katalysator bei der Entwicklung eines europĂ€isch geprĂ€gten Diversity Management. Dieses reagierte auf die Anforderungen, die sich aus der internationalen MarktprĂ€senz ergeben, trug dabei aber den Unterschieden in der Organisationskultur Rechnung. Das fĂŒhrte zur Aufdeckung von Diskriminierungen und einer erheblichen Ausweitung des talent pool, jedoch vor allem seit der Finanzkrise 2008 zu neuen Differenzen und Spaltungen durch Intensivierung der Wettbewerbskultur. So kritisieren Genderforscherinnen die „Verbetriebswirtschaftlichung“ der Antidiskriminierungspolitik.cite-ref-55[55] Die scheinbare „Farbenblindheit“ (Colorblindness) des Neoliberalismus, dem es vordergrĂŒndig um gleiche Chancen fĂŒr alle Bewerber an Hochschulen oder in Unternehmen gehe, konterkariere die BemĂŒhungen um eine positive Diskriminierung benachteiligter Gruppen. Hochschulen und Unternehmen konkurrierten um die Anwerbung von hochqualifizierten Zuwanderern, um sich fĂŒr die Unternehmen attraktiv zu machen, kĂŒmmerten sich aber zu wenig um die armen und abhĂ€ngigen Bewerber auf dem eigenen Arbeitsmarkt und begrĂŒndeten damit neue Differenzen.cite-ref-56[56] Werde die soziale Konstruktion von DiversitĂ€t so weit getrieben, dass jedes Individuum einzigartig und diese Einzigartigkeit anzuerkennen sei (die sogenannte Snowflake Diversity), schwĂ€che das die Position der wirklich benachteiligten Gruppen entscheidend.cite-ref-57[57]

Doch selbst wenn sich an Hochschulen ein exzellent diverser Talentpool sammelt, wird er von den Unternehmen in vielen LĂ€ndern nur begrenzt aktiviert, obwohl er zur Verbesserung ihrer Performance fĂŒhren könnte. Eine McKinsey-Studie, die Daten von 2014 und 2017 auswertete, zeigt, dass sich in LĂ€ndern wie im Vereinigten Königreich die DiversitĂ€t auf der FĂŒhrungsebene der Unternehmen auf eine Handvoll exzellenter, international tĂ€tiger Unternehmen beschrĂ€nkt. In den USA und im Vereinigten Königreich bleibt insgesamt die DiversitĂ€t in den Unternehmen weit hinter der der Hochschulen und auch der Gesamtbevölkerung zurĂŒck. Vor allem schwarze Frauen wĂŒrden in den USA benachteiligt.cite-ref-58[58] In Deutschland sind u. a. Menschen mit Schwerbehinderung, ĂŒber 50-JĂ€hrige, Muslime und Transsexuelle weiterhin am Arbeitsmarkt benachteiligt.cite-ref-59[59]

Diversity Management und Managing Diversity in (den Staaten) der EU

Seit Inkrafttreten diverser Anti-Diskriminierungsrichtlinien in der EuropĂ€ischen Union (siehe: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) hat das Thema Diversity Management eine Compliance-Dimension erhalten, denn die Nichteinhaltung bestimmter Gleichbehandlungs-Standards wird nun sanktioniert. In Deutschland und Österreich hat sich der Gesetzgeber zur Erreichung einer Abschreckungswirkung gegenĂŒber diskriminierenden Unternehmen dazu entschieden, Opfern eine zivilrechtliche, materielle EntschĂ€digung – Ă€hnlich einem Schmerzensgeld – zuzubilligen. Entgegen bisherigen Gepflogenheiten in den kontinentaleuropĂ€ischen Rechtsordnungen mĂŒssen EntschĂ€digungszahlungen nach den zu Grunde liegenden Richtlinien explizit eine abschreckende Höhe haben, wobei sich die Abschreckung explizit auch auf Mitbewerber bezieht (GeneralprĂ€vention). Die Einhaltung von Regeln des Diversity Managements bedeutet daher nicht mehr nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern die Nichteinhaltung auch einen Wettbewerbsnachteil, da Marktteilnehmer, die sich nicht diversity-konform verhalten, mit erheblichen finanziellen Strafen rechnen mĂŒssen und so im Wettbewerb zurĂŒckgeworfen werden.cite-ref-60[60] Somit wird ein gender- und diversitygerechter Managementstil zu einer maßgeblichen SchlĂŒsselqualifikation fĂŒr FĂŒhrungspositionen – was sich in einer wachsenden Anzahl von Qualifizierungsangeboten und Fachveranstaltungen zeigt.

Die Heinrich-Böll-Stiftung, „Thinktank“ der deutschen Partei BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, definiert einen neuen Ansatz des Diversity Managements (im Kontext des Aufsatzes: als Grundlage fĂŒr das Unterrichts„management“ von LehrkrĂ€ften mit zunehmend heterogener SchĂŒlerschaft): „Das Ziel des Diversity Ansatzes ist es, nicht nur auf die Vielfalt der Differenzlinien und die HeterogenitĂ€t von IdentitĂ€ten aufmerksam zu machen, sondern auch die VerknĂŒpfungen mit Fragen von Macht und AbhĂ€ngigkeit ins Bewusstsein zu rĂŒcken.“cite-ref-61[61] Das „politisierte“ Diversity-Modell basiere auf der Formel: „F (Feminismus) + GM (Gender-Mainstreaming) + I (InterkulturalitĂ€t) ... + A (Antirassismus) + E (Enthinderung) + LSBT (Lesbisch, Schwule, Bisexuelle und Transgender) ... = Diversity“. „Die eigenen AnsĂ€tze sollen ihren Legitimationsanspruch behalten und zugunsten der sozialen Gerechtigkeit und Chancengleichheit fĂŒr alle Menschen miteinander verbunden werden“, meint die Autorin.

Eine auf die VerhĂ€ltnisse in Deutschland und Ă€hnlich demografisch strukturierte LĂ€nder maßgeschneiderte Strategie hat die deutsche Bundesagentur fĂŒr Arbeit entwickelt.cite-ref-62[62] Aus demografischen GrĂŒnden könne es sich Deutschland nicht mehr leisten, Ă€ltere BeschĂ€ftigte in den Vorruhestand zu entlassen, da es fĂŒr deren Qualifikation oft mangels geeigneten Nachwuchses keinen Ersatz gebe und eine frĂŒhe Verrentung die Sozialkassen ĂŒbermĂ€ĂŸig belaste. Der zunehmende FachkrĂ€ftemangel mĂŒsse auch dadurch entschĂ€rft werden, dass vermehrt qualifizierte Bewerber aus dem Ausland eingestellt wĂŒrden. Schließlich gelte es, die Frauenerwerbsquote zur BekĂ€mpfung des FachkrĂ€ftemangels zu erhöhen. Insgesamt komme es darauf an, den genannten Gruppen auch aus volkswirtschaftlichen GrĂŒnden mit WertschĂ€tzung fĂŒr ihre Potenziale zu begegnen.

Im Dezember 2006 wurde in Deutschland die Charta der Vielfalt ins Leben gerufen.cite-ref-63[63] Dabei handelt es sich um eine Selbstverpflichtung von Unternehmen und anderen Organisationen zu einem von Vorurteilen möglichst freien Arbeitsumfeld, zu der sich bis 2017 2.700 Organisationen bekannt haben. BerĂŒcksichtigt werden in der Charta die Dimensionen: Alter, Geschlecht, Sexuelle Orientierung und IdentitĂ€t, Ethnische Herkunft und NationalitĂ€t, Behinderung sowie Religion und Weltanschauung.cite-ref-64[64]

Als Befund lÀsst sich festhalten, dass ein zweifacher Paradigmenwechsel zu erkennen ist:

‱ Zum einen ist eine verĂ€nderte Schwerpunktsetzung des Diversity Managements zu beobachten. Wurden bis in die spĂ€ten 1990er Jahre mit Diversity Management nahezu ausschließlich Programme der „positiven Diskriminierung“ und der „Affirmative Action“ assoziiert, die auf Assimilation und Eingliederung benachteiligter Gruppen zielten, findet inzwischen eine zunehmende Ausweitung der Zielsetzung im Hinblick auf eine tiefgreifende Änderung der Unternehmenskultur statt, in der WertschĂ€tzung und Bewusstsein fĂŒr die Einzigartigkeit jedes Individuums als grundlegende Werte verankert sind.cite-ref-65[65] Der Fokus auf die quantitative ReprĂ€sentation aller Bevölkerungsgruppen in der Struktur der Belegschaft hat sich zugunsten der Erforschung und Gestaltung der qualitativen Komponente der Arbeitsbeziehungen heterogener Belegschaften verschoben.
‱ Mit dieser Schwerpunktverlagerung vollzieht sich ein weiterer Paradigmenwechsel in der personalwirtschaftlichen Forschung und Praxis. Das „Defizitmodell“ im Umgang mit Minderheiten in der Organisation, durch das eine Sozialisierung im Hinblick auf die dominante Unternehmenskultur und damit faktisch das Einebnen von Unterschieden in der Belegschaft erreicht wurde, soll durch eine DiversitĂ€t berĂŒcksichtigende Personalpolitik abgelöst worden. Die Homogenisierungsstrategie soll einer Strategie der Anerkennung und Nutzung von Vielfalt weichen, die ĂŒber die Zielsetzung der Gleichstellung hinaus durch die UnterstĂŒtzung informeller Netzwerkbildung, den Abbau von Stereotypbildung und differentielle personalpolitische Angebote gegenĂŒber den einzelnen BeschĂ€ftigtengruppen geprĂ€gt ist. Inwieweit diese Befunde fĂŒr austauschbare, weil gering qualifizierte Arbeitnehmer auf EinfacharbeitsplĂ€tzen gelten, ist sehr in Frage zu stellen. Hier haben nur wenige Unternehmen Diversity-Konzepte entwickelt.

Ein neuer Impuls fĂŒr das Diversity Management ergibt sich aus dem in den meisten Staaten der Welt (in Deutschland seit 2009) rechtsverbindlichen Übereinkommen ĂŒber die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen. Von Belang fĂŒr die Arbeitswelt ist vor allem dessen Artikel 27 („Teilhabe am Arbeitsleben“). Flankiert wird das Übereinkommen von der Vorschrift des Grundgesetzes (Art. 3 Abs. 3), in der es heißt: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Eine Bevorzugung von Menschen mit einer Behinderung ist also (als „Nachteilsausgleich“) in Betrieben ausdrĂŒcklich erlaubt. Die staatliche Legislative und Exekutive stehen unter einem starken Druck, fĂŒr die Verwirklichung der Teilhaberechte von Menschen mit einer Behinderung in der Praxis Sorge zu tragen, und geben diesen Druck auf Betriebe weiter. Vor allem arbeiten die deutschen Gebietskörperschaften mit Nachdruck daran, die Barrierefreiheit (auch privater) GebĂ€ude und Einrichtungen auf dem Vorschriftsweg voranzutreiben.

Als Folge der verschiedenen Diversity-Regime und ihres unterschiedlichen Umgangs entweder mit Quoten und Fördermaßnahmen oder durch „farbenblinde“ Stimulierung der freien Konkurrenz der TĂŒchtigen haben sich die Diversity-Schwerpunkte in unterschiedlichen EU-LĂ€ndern in den letzten Jahren jedoch recht unterschiedlich entwickelt. WĂ€hrend die Beteiligung von Frauen auf höchsten Unternehmensebenen in Frankreich bis 2018 auf etwa 40 Prozent gestiegen ist, fiel sie im Vereinigten Königreich auf etwa 12 Prozent zurĂŒck.cite-ref-66[66] Nach wie vor rekrutieren sich die französischen Wirtschaftseliten aus einheimischen Eliteschulen, was sozial benachteiligten Gruppe wie z. B. qualifizierten Zuwanderern den Aufstieg erschwert.cite-ref-67[67]

Diversity Management und Interkulturelle Öffnung

Hubertus Schröer stellt die Begriffe Diversity Management und Interkulturelle Öffnung gegenĂŒber. Beide befassen sich mit der Steuerung von und dem Umgang mit Vielfalt in Institutionen, wobei in der sozialen Arbeit und in der gesamtgesellschaftlichen Betrachtung eher der Begriff Interkulturelle Öffnung und im Unternehmenskontext eher der Begriff Diversity Management gelĂ€ufig ist. Schröer sieht beim Diversity Management die Gestaltung von Vielfalt als „Mittel zum Zweck“ einer gesteigerten Wertschöpfung und besseren Positionierung am Markt. Bei der Interkulturellen Öffnung ist die Gestaltung von Vielfalt der Zweck selbst, mit dem einher die VerĂ€nderung von Gesellschaft und Herstellung sozialer Gerechtigkeit geht.cite-ref-68[68]cite-ref-69[69]

Empirisch-praktischer Gestaltungszugang

Gestaltungsdefizite lassen sich auf allen Analyseebenen feststellen. Die Mehrheit der auf der Ebene des Individuums ansetzenden empirischen Studien vergleicht die Auswirkung unterschiedlicher Arten von DiversitĂ€t, etwa bezĂŒglich Alter, Geschlecht oder ethnischer Abstammung, auf Variablen wie Leistung, Arbeitszufriedenheit und vertikale MobilitĂ€t von Mitarbeitern. Forschungsgegenstand ist auch der Vergleich von BeförderungshĂ€ufigkeit und Leistungsbeurteilungen benachteiligter Gruppen mit denjenigen dominierender Gruppen in der Organisation. Generalisierte, vom Individuum abstrahierende Aussagen sind mit Vorsicht zu interpretieren, da Maßnahmen des Diversity Management sich auf der individuellen Ebene unterschiedlich auswirken je nachdem, ob die Organisationsmitglieder der MinoritĂ€ten- oder MajoritĂ€tengruppe in der Organisation angehören. Es ist zudem eine betrĂ€chtliche Variation in der StĂ€rke des Zusammenhangs (Korrelation) zwischen DiversitĂ€t und Leistung innerhalb dieser Gruppen zu beobachten.cite-ref-70[70] Auf der individuellen Ebene zielen die Maßnahmen der HerbeifĂŒhrung eines jeweils typischen Leistungsangebots von Personen auf die doppelte Zielsetzung der Erhaltung der BeschĂ€ftigungsfĂ€higkeit (Employability) einerseits und der KomplettierungsfĂ€higkeit des angebotenen Humanvermögens zur Herausbildung einer einzigartigen Unternehmensleistung (WettbewerbsfĂ€higkeit) andererseits. Arbeitsanbieter mĂŒssen deshalb fortgesetzt analysieren, wie ertragswahrscheinlich ihr gegenwĂ€rtiges Leistungspotential ist und welche UmstellungsbefĂ€higung (mental, methodisch, fachlich) als „Reserve-DiversitĂ€t“ sie potentiell wechsel- bzw. umstellungsfĂ€hig hĂ€lt. Die Unternehmen mĂŒssen ĂŒber die Deckung des aktuellen leistungsorientierten Bedarfs an diverser BefĂ€higung hinaus die quantitative und qualitative Entwicklung des Angebots von Humanressourcen auf den relevanten ArbeitsmĂ€rkten analysieren. Die Passung zwischen dem Angebot von Humanressourcen und den sich verĂ€ndernden Anforderungen zur Sicherung der zukĂŒnftigen Unternehmensleistung ist laufend zu ĂŒberprĂŒfen.

Die von Ely und Thomas 2001 und von Kochan et al. 2003 auf Gruppenebene durchgefĂŒhrten Untersuchungen der Wirkungsbeziehung zwischen Diversity und unternehmerischen ErfolgsgrĂ¶ĂŸen konnten allerdings keine unmittelbaren ZusammenhĂ€nge nachweisen. Dieser Befund deckt sich mit dem Forschungsstand zur Leistung heterogen zusammengesetzter Gruppen, demzufolge in Bezug auf das kognitive Leistungsverhalten keine signifikant höhere Leistung heterogener Gruppen im Vergleich zu homogenen Gruppen nachgewiesen werden konnte. Die Mehrzahl der Studien zur Leistung heterogener Gruppen wurden als „black-box“-Studien durchgefĂŒhrt, d. h., es wurde von intervenierenden Variablen zwischen Diversity und Leistung abstrahiert. Die Uneindeutigkeit der identifizierten Wirkungsrichtungen legt nahe, weitere empirische Forschung zur KlĂ€rung des VerhĂ€ltnisses zwischen sogenannten „first level outcomes“ (VerĂ€nderung von Fluktuationsraten, ProduktivitĂ€t, ProblemlösequalitĂ€t, GruppenkohĂ€sion) und „second level outcomes“ (Gewinn, Marktanteil, EffektivitĂ€t) durchzufĂŒhren (Cox 1993). Auf der Gruppenebene sind insbesondere „altersdiverse“ Teams, Kern- und Peripherie-Arrangements und Netzwerke fester und freier Leistungserbringer hinsichtlich ihrer LeistungsbeitrĂ€ge, der Gestaltungsvoraussetzungen und der zu erwartenden Kosten der BeschĂ€ftigung heterogener Belegschaften zu untersuchen.

Auch einige ĂŒber die Aspekte von ökonomischem Erfolg und Leistung hinausgehende empirische Studien zur interkulturellen Kompetenzentwicklung und MitarbeiterfĂŒhrung liegen in Deutschland bereits vor.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Dabei ergeben sich Anhaltspunkte dafĂŒr, dass multikulturelle Teams insbesondere in Bereichen mit Kundenkontakt als hilfreich und unterstĂŒtzend empfunden werden, wĂ€hrend dies in Produktionsteams nicht der Fall ist. Auch scheint eine extreme kulturelle HeterogenitĂ€t der Gruppen vorteilhaft fĂŒr die Entwicklung von KreativitĂ€t und Problemlösungskompetenz zu sein.cite-ref-73[73] Allerdings berichten KĂŒhl u. a. von der Tendenz zu StatuskĂ€mpfen in heterogenen Gruppen. So zeigt sich, dass die Bildung heterogener Gruppen zumeist zu einer informellen Rehierarchisierung fĂŒhrt, die eine schnellere Entscheidungsfindung ermöglicht, aber ausgiebige fachliche Diskussionen innerhalb der Gruppe erschwert. Vor allem in heterogenen Gruppen im FĂŒhrungsbereich kommt es leichter zu eskalierenden MachtkĂ€mpfen.cite-ref-74[74]

Auf der Ebene der Gesamtorganisation besteht insbesondere Forschungsbedarf zur Interaktion zwischen Organisationsmitgliedern.cite-ref-75[75] Bestehende Instrumente wie Job-Rotation, Projektlaufbahnen und cross-pollination sind zur gezielten Schaffung von DiversitĂ€t zu nutzen, um funktions- und geschĂ€ftsbereichsĂŒbergreifend DiversitĂ€t in den Kooperationsbeziehungen aufzubauen. Geleitet von der Erkenntnis, dass das Potenzial heterogener Gruppen nicht mit der Summe aller Einzelpotenziale gleichzusetzen ist, sondern dass sich der Wert der DiversitĂ€t insbesondere in der gelungenen themen- bzw. zielbezogenen Interaktion herausbildet, sind Potenzialbeurteilung und Mentoring auf die Anforderungen heterogener Gruppen so abzustimmen, dass sich auf Ebene der Gesamtorganisation zweckdienliche Wirkungen hinsichtlich der angestrebten Unternehmensziele ergeben.

Eine Erhebung unter den DAX-30 Unternehmen aus dem Jahr 2013cite-ref-76[76] ergab, dass die Dimensionen „Geschlecht/Gender“, „Kultur/NationalitĂ€t“ und „Alter“ von allen teilnehmenden Unternehmen als wichtig eingeschĂ€tzt wurden. Die Dimensionen „Behinderung“, „Sexuelle Orientierung“ und „Religion“ liegen in dieser Umfrage hinsichtlich ihrer Wichtigkeit fĂŒr die Unternehmen zurĂŒck. Zudem stellte die Publikation fest, dass Diversity Management-Maßnahmen vor allem fĂŒr die obere und die mittlere FĂŒhrungsebene konzipiert werden. Investoren, Kunden und Lieferanten spielten demnach eine vergleichsweise geringe Rolle bei der BegrĂŒndung von Diversity Management. Als hauptsĂ€chliche HinderungsgrĂŒnde fĂŒr die Umsetzung eines Diversity Managements wurden „fehlender innerer Handlungsdruck“, „BedĂŒrfnis nach Ähnlichkeit“ (statt DiversitĂ€t) und „zeitliche Belastung“ genannt. Im Jahr 2014cite-ref-77[77] hatten 25 der DAX-30 Unternehmen eine „zentrale Ansprechperson fĂŒr das Diversity Management“ (Diversity-Beauftragten). 13 von 15 antwortenden Unternehmen sagten aus, dass eine Diversity Management-Strategie fĂŒr das Unternehmen bereits entwickelt oder die Entwicklung in Arbeit sei. Michael Stuber spricht jedoch von hĂ€ufig simplifizierter oder fragmentierter Umsetzung des Konzepts etwa in Form des Versprechens einer besseren Work-Life-Balance.cite-ref-78[78]

Forschung

Gegen Wissenschaftler in Deutschland wird oft der Vorwurf erhoben, sie orientierten sich ausschließlich an der amerikanischen Forschungstradition und wiesen nur wenige eigene Schwerpunktsetzungen auf, die an der spezifischen RealitĂ€t in Deutschland anknĂŒpfen.cite-ref-79[79] Ein großer Anteil der Forschung zu Diversity, auch in Deutschland, beschĂ€ftigt sich tatsĂ€chlich mit dem Zusammenhang zwischen der Vielfalt in einem Unternehmen und dessen unternehmerischem Erfolg, mit der Absicht, die Legitimationsbasis von Maßnahmen des Diversity Managements zu erweitern.

Eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants aus dem Jahr 2011 zeigte, dass Unternehmen Probleme haben, ein umfassendes Diversity Management zu implementieren. So wurden von rund 70 % der befragten Unternehmen geregelte Minderheitenquoten abgelehnt, da mitunter Mitarbeiter ausschließlich aus gesetzlichen GrĂŒnden befördert werden mĂŒssten. Außerdem unternimmt eine Minderheit der Unternehmen Versuche, den Effekt der Maßnahmen zu messen.cite-ref-80[80] Weitere Studien beziehen sich auf einzelne Diversity-Aspekte wie den kulturellen Hintergrund oder die ethnische Herkunftcite-ref-81[81] sowie Gendercite-ref-82[82] oder fokussieren die Umsetzung von Diversity Management in DAX-Unternehmen.cite-ref-83[83]

Die zunehmende Konzentration auf die kurzfristige ökonomische Dimension, auch in der anglo-amerikanischen Forschung oder im Kontext des Themas FachkrĂ€ftemangel, lĂ€sst die Frage offen, wie die Einsicht bei allen Entscheidern erzeugt werden kann, dass die DiversitĂ€t der eigenen Belegschaft eine Chance darstellen kann, auf welchem Weg mehr DiversitĂ€t im Betrieb gezielt angestrebt werden kann, vor allem aber: wie es gelingen kann, die notwendige Offenheit zu erzeugen, die fĂŒr eine solche positive Bewertung von Diversity Voraussetzung ist, handelt es sich doch dabei um einen lĂ€ngerfristigen Prozess des Kulturwandels nicht nur im Unternehmen, sondern auch in der Gesellschaft.

Forschungsbedarf besteht außerdem hinsichtlich der Voraussetzungen und Rahmenbedingungen fĂŒr den Aufbau der fĂŒr das Diversity Management notwendigen Kompetenz. Hier bietet die Forschung zu interkultureller Kompetenz, d. h. Kompetenz im Umgang mit kultureller Vielfalt, einen ersten Ansatzpunkt, wobei der Schwerpunkt auf die Bewusstmachung von Stereotypen und die Entwicklung eines FĂŒhrungsstils zu legen ist, der AmbiguitĂ€tstoleranz aufweist und Unsicherheit sowie WiderstĂ€nde auf der Seite der Mitarbeiter, aber auch unter Kollegen in der Firmenleitung, zu reduzieren vermag.cite-ref-84[84]

Kritik

Abkehr vom Antidiskriminierungs-Paradigma

Patricia Purtschert kritisiert, dass das Versprechen, wonach die Anwendung von Maßnahmen im Rahmen des Diversity Managements nicht nur zu höheren Gewinnen, sondern auch zu mehr Toleranz und Geschlechtergerechtigkeit fĂŒhrten, nicht von der RealitĂ€t gedeckt sei. Konflikte blieben auf der lokalen und individuellen Ebene; nur dort werde ihnen mit Antidiskriminierungsregeln oder einem Toleranztraining begegnet. Das VerstĂ€ndnis von Differenz sei in der Praxis unzulĂ€ssig entpolitisiert, da das Wesen von Diskriminierung, insbesondere in der Form der mehrfachen Diskriminierung einer Person, nicht (richtig) verstanden werde.cite-ref-85[85]

Freiwilligkeit der Förderung von Vielfalt

Viele Unternehmen in Deutschland gestalten ihre RĂ€umlichkeiten und das Arbeitsumfeld behinderter BeschĂ€ftigter nicht nur deshalb barrierefrei, weil ohne diese Maßnahme Menschen mit einer Körperbehinderung nur unter erschwerten Bedingungen ihren Dienstpflichten nachkommen könnten.cite-ref-86[86] Handlungsleitend ist oft der § 154 SGB IX in Verbindung mit dem § 160 Absatz 2 SGB IX. Firmen sind im Prinzip in Deutschland gesetzlich verpflichtet, eine Quote von 5 Prozent BeschĂ€ftigten mit einer Schwerbehinderung (in Bezug zur Gesamtzahl aller Arbeitnehmer) zu beschĂ€ftigen. FĂŒr jeden Arbeitnehmer, durch dessen Nichteinstellung die Quote verfehlt wird, muss die betreffende Firma ohne Gegenleistung eine Ausgleichsabgabe bezahlen. Dennoch erfĂŒllen viele Firmen die Pflichtquote nicht und bezahlen die dadurch fĂ€llige Ausgleichsabgabe.cite-ref-87[87] Dabei muss allerdings berĂŒcksichtigt werden, dass es fĂŒr viele Stellen nicht so viele fachlich geeignete Bewerber mit Behinderung gibt, dass allein durch deren Einstellung die geforderte Quote erfĂŒllt werden könnte. Ein Ausweg besteht darin, dass die betreffende Firma AuftrĂ€ge an eine Werkstatt fĂŒr behinderte Menschen erteilt, die bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe berĂŒcksichtigt werden.

Prinzipielle Ablehnung (bestimmter Formen) von Vielfalt

Die katholische und die orthodoxe Kirche beschĂ€ftigen auch im 21. Jahrhundert keine Frauen als ordinierte Priester. Eine derartige offizielle Ablehnung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe im erwerbsfĂ€higen Alter als „ungeeignet fĂŒr ein Amt“ ist allerdings in demokratischen Rechtsstaaten selten geworden. Zu nennen wĂ€re in diesem Zusammenhang vor allem die Ablehnung von Menschen ohne die Staatsangehörigkeit des Inlands, die sich fĂŒr die Einstellung als Beamte interessieren.

„Celebrating Diversity“ verhindert den Abbau von Ungleichheit

In vielen US-amerikanischen und britischen Bildungseinrichtungen wird die existierende DiversitĂ€t der Institution heute regelrecht gefeiert, z. B. mit lĂ€ngeren Festivals, ethnischen TĂ€nzen oder ethnic food. Die Untersuchung der GrĂŒnde fĂŒr die UnterreprĂ€sentation bestimmter Gruppen und ihre Benennung sind aber nicht erwĂŒnscht, weil es sich dabei angeblich um eine blame the victim-Strategie handle (z. B. in Form der Diskriminierung der Eltern der Studierenden). Dieses beschönigende Reframing ziehe die Aufmerksamkeit ab von den tatsĂ€chlichen Ursachen von wachsender Ungleichheit; seine Folgen mĂŒssten deshalb genauer untersucht werden.cite-ref-88[88]

Der PĂ€dagoge Paul Mecheril konstatiert, dass auch Josef Ackermann einen Zusammenhang zwischen Diversity, Chancengleichheit und „Leistungskultur“ postuliert. Mecheril merkt in diesem Zusammenhang an, dass Diversity Differenzlinien entschĂ€rfen und neutralisieren kann. Der Bezug auf gender, race, class, sexuality, handicap fĂŒhre jedoch nicht zu einer Überwindung des festlegenden IdentitĂ€tsdenkens, sondern zu seiner Pluralisierung. Die Praxis könne es auch Mehrheitsangehörigen ermöglichen, Differenzen zu instrumentalisieren und ihre informellen Privilegien gegenĂŒber MinoritĂ€tsangehörigen auf dem Feld professioneller Differenzpraxis auszuspielen. Diversity-„Angebote“ tendierten dahin, bestehende Strukturen zu verfestigen.cite-ref-89[89]

Das Merkmal (harter) körperlicher Arbeit, welches sich nach lÀngerer Zeit dauerhaft in Physis und Habitus einschreibt, wird laut Michael Meuser in kaum einer Diskussion als relevantes Diversity-Merkmal angesehen wird. Das hÀnge mit dem wirtschaftlichen Bedeutungsverlust der körperlichen Arbeit als Ressource, d. h. mit ihrer weitgehenden Entwertung als Element des Humankapitals zusammen.cite-ref-90[90]

Diversity-Initiativen fĂŒhren zu GefĂŒhlen der Benachteiligung bei weißen Personen

Die Sozialpsychologin Cheryl Kaiser und ihr Forschungsteam (2022) untersuchte, wie weiße Amerikaner Diversity-Initiativen im Hinblick auf ethnische Zugehörigkeit wahrnehmen. In sieben Experimenten zeigte sich, dass solche Initiativen bei weißen Teilnehmenden verstĂ€rkt die Wahrnehmung auslösten, ihre Gruppe werde weniger geschĂ€tzt und respektiert als ethnische Minderheiten. Zudem wurden berufliche Benachteiligungen weißer Personen im Beisein von Diversity-Initiativen hĂ€ufiger auf „anti-weißen Bias“ zurĂŒckgefĂŒhrt, selbst wenn objektive Kriterien wie Meritokratie oder gleiche Aufstiegschancen gegeben waren. Die Autoren interpretieren diese Ergebnisse als Hinweis darauf, dass Diversity-Initiativen unbeabsichtigt ein GefĂŒhl von Ungleichbehandlung fördern können, was die Akzeptanz solcher Maßnahmen erschweren könnte.cite-ref-91[91]

Literatur

‱ ARCHIV fĂŒr Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit 1/2012: Diversity Management und soziale Arbeit.
‱ H.-J. Aretz, K. Hansen: Diversity und Diversity Management im Unternehmen – Eine Analyse aus systemtheoretischer Sicht. MĂŒnster 2002.
‱ M. Becker, A. Seidel (Hrsg.): Diversity Management: Unternehmens- und Personalpolitik der Vielfalt. Stuttgart 2006.
‱ R. Bendl, E. Hanappi-Egger, R. Hofmann (Hrsg.): Agenda DiversitĂ€t: Gender- und DiversitĂ€tsmanagement in Wissenschaft und Praxis. Hampp, MĂŒnchen 2006.
‱ JĂŒrgen Bolten: Diversity management als interkulturelle Prozessmoderation. In: Interculture Journal: Online-Zeitschrift fĂŒr interkulturelle Studien. (ISSN 2196-9485) 10. Jg., Ausg. 13 (2011), S. 25–38.
‱ T. Jr. und T. H. Cox, P. O’Neill: Creating the multicultural organization: a strategy for capturing the power of diversity. Business school management series. University of Michigan. Michigan 2001.
‱ P. Dick: Organizational efforts to manage diversity: do they really work? In: M. J. Davidson, S. L. Fielden (Hrsg.): Individual Diversity and Psychology in Organizations. Chichester 2003, S. 131–148.
‱ J. Dietz, L.-E. Petersen: Diversity Management. In: I. Björkmann, G. Stahl (Hrsg.): Handbook of Research in international Human Resource management. Camberley 2005, S. 223–243.
‱ A. Frohnen: Diversity in Action. Mulitnationalitaet in globalen Unternehmen am Beispiel Ford. transcript, Bielefeld 2005.
‱ M. E. A. Jayne, R. L. Dipboye: Leveraging Diversity to improve business performance: re-search findings and recommendations for organizations. In: Human Resource Management. Nr. 04, 2004, S. 409–424.
‱ A. Knoth: Managing Diversity – Skizzen einer Kulturtheorie zur Erschließung des Potentials menschlicher Vielfalt in Organisationen. Tönning, Der Andere Verlag, 2006.
‱ Thomas Köllen: Bemerkenswerte Vielfalt: HomosexualitĂ€t und Diversity Management: Betriebswirtschaftliche und sozialpsychologische Aspekte der Diversity-Dimension „sexuelle Orientierung“. Rainer Hampp Verlag, MĂŒnchen und Mering 2010, ISBN 978-3-86618-435-0.
‱ Andreas Merx: Von Antidiskriminierung zu Diversity: Diversity-AnsĂ€tze in der Antidiskriminierungspraxis. Online-Beitrag im Rahmen des Dossiers Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz der Themenwebsite Migration – Integration – Diversity der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2006.
‱ Andreas Merx, Joana Vassilopoulou: Das arbeitsrechtliche AGG und Diversity-Perspektiven. In: Verena Bruchhagen, Iris Koall (Hrsg.): Diversity Outlooks – Managing Diversity zwischen Ethik, Profit und Antidiskriminierung. LIT. MĂŒnster 2007, S. 354–385.
‱ Barbara Weißbach, Hans-JĂŒrgen Weißbach, Angelika Kipp: Managing Diversity. Konzepte – FĂ€lle – Tools. Ein Trainings-Handbuch. Dortmund 2009, ISBN 978-3-924100-36-0.

Weblinks

‱ Diversity Charters across the EU
‱ idm – Internationale Gesellschaft fĂŒr Diversity Management e. V.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Wayne Cascio: Managing Human Resources. 10. Auflage. McGraw-Hill Publishing 2018.
cite-note-22. ↑ Andreas Merx, Joana Vassilopoulou: Das arbeitsrechtliche AGG und Diversity-Perspektiven. In: Verena Bruchhagen, Iris Koall (Hrsg.): Diversity Outlooks – Managing Diversity zwischen Ethik, Profit und Antidiskriminierung. LIT. MĂŒnster 2007, S. 354–385.
cite-note-33. ↑ Andreas Merx: EinfĂŒhrung in Diversity‐Konzepte. pro diversity.de, S. 2.
cite-note-44. ↑ Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diversity-Prozesse in und durch Verwaltungen anstoßen: Von merkmalsspezifischen zu zielgruppenĂŒbergreifenden Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit – Eine Handreichung fĂŒr VerwaltungsbeschĂ€ftigte (Memento des Originals vom 9. Februar 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antidiskriminierungsstelle.de, S. 12.
cite-note-51. David Clutterbuck, Belle Rose Ragins (Hrsg.): Mentoring and diversity: an international perspective. Butterworth-Heinemann, 2002, ISBN 0-7506-4836-8, David Clutterbuck: Establishing and sustaining a formal mentoring programme for working with diversified groups., S. 55.
cite-note-66. ↑ Dieter Wagner, Peyvand Sepehri: Managing Diversity – alter Wein in neuen SchlĂ€uchen? In: Zeitschrift PersonalfĂŒhrung. Nr. 5. Deutsche Gesellschaft fĂŒr PersonalfĂŒhrung, 1. Mai 1999, S. 18–21 (Online [abgerufen am 7. April 2010]).
cite-note-72. David Thomas, Robin Ely: Making differences matter: A new paradigm for managing diversity. In: Harvard Business Review. Nr. 5. Harvard Business School Publishing, 1996, S. 80 (online [PDF; 260 kB; abgerufen am 7. April 2010]).
cite-note-88. ↑ Margaret S. Stockdale, Faye J. Crosby (Hrsg.): The psychology and management of workplace diversity. Wiley-Blackwell, 2004, ISBN 1-4051-0096-6, Mark Agars, Janet Kottke: Models and practice of diversity management: A historical review and presentation of a new integration theory, S. 73.
cite-note-93. Margaret S. Stockdale, Faye J. Crosby (Hrsg.): The psychology and management of workplace diversity. Wiley-Blackwell, 2004, ISBN 1-4051-0096-6, Rosemary Hays-Thomas: The Contemporary Focus on Managing Diversity, S. 12.
cite-note-1010. ↑ Vgl. AndrĂ© Knoth: Managing Diversity – Skizzen einer Kulturtheorie zur Erschließung des Potentials menschlicher Vielfalt in Organisationen. Tönning, Der Andere Verlag, 2006, S. 37 ff.
cite-note-1111. ↑ Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Migration, FlĂŒchtlinge und Integration / EuropĂ€ischer Sozialfonds / EuropĂ€ische Union: Vielfalt nutzen: Diversity Management in mittleren und großen Betrieben – Zehn GrĂŒnde fĂŒr Diversity Management@1@2Vorlage:Toter Link/news.bagkjs.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 3. (PDF)
cite-note-1212. ↑ Hans-JĂŒrgen Aretz, Katrin Hansen: Diversity und Diversity-Management im Unternehmen. In: Managing Diversity. Band 3. Lit Verlag, 2002, ISBN 3-8258-6395-6, S. 11.
cite-note-1313. ↑ RKW Kompetenzzentrum: FachkrĂ€fte finden & binden – Vielfalt nutzen. Ein Leitfaden fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen. Eschborn 2014, S. 4f.
cite-note-1414. ↑ FachkrĂ€ftemangel ist grĂ¶ĂŸte Herausforderung fĂŒr Personalverantwortliche. In: personalmanagement.info, o. J. (ca. 2011).
cite-note-1515. ↑ Christiane Funken: Geld statt Macht? Weibliche und mĂ€nnliche Karrieren im Vertrieb – eine organisationssoziologische Studie. Campus Verlag 2004, S. 112, Anm. 69.
cite-note-1616. ↑ Barbara Weißbach: Diversity Management. Studienbrief OE WP-C10, Technische UniversitĂ€t Kaiserslautern, 2. Aufl. 2018, S. 9.
cite-note-1717. ↑ Adnan Aydemir u. a.: Antennen Ausfahren, besser verstehen, anders reagieren. Hrsg. EQUAL-Netzwerk Kompetenz und Vielfalt, Multikulturelles Forum LĂŒnen 2007.
cite-note-1818. ↑ Barbara Weißbach u. a.: SuchtprĂ€vention und Beratung Gender- und Diversity-gerecht gestalten. Hrsg. Fachstelle fĂŒr SuchtprĂ€vention im Land Berlin. Berlin, Dortmund 2012.
cite-note-1919. ↑ Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diversity-Prozesse in und durch Verwaltungen anstoßen: Von merkmalsspezifischen zu zielgruppenĂŒbergreifenden Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit – Eine Handreichung fĂŒr VerwaltungsbeschĂ€ftigte (Memento des Originals vom 9. Februar 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.antidiskriminierungsstelle.de, S. 10.
cite-note-2020. ↑ Charta der Vielfalt: Soziale Herkunft: die 7. Dimension, 2021.
cite-note-2121. ↑ internationale gesellschaft fĂŒr diversity management: Diversity Management
cite-note-2222. ↑ Silke Schrader, Diversity-orientiertes Marketing: Gay Marketing, 2008, E-Book, ISBN 978-3-640-17002-9.
cite-note-2323. ↑ Barbara Weißbach, Elena Vorontsowa-Schnell: Zugehörigkeit und IdentitĂ€t von Migranten der ersten Generation. Arbeitsmigranten als Wanderer zwischen den Welten: Diversity als Chance und Herausforderung. In: PersonalfĂŒhrung 2003, H. 12.
cite-note-2424. ↑ Kreienkamp 2007, 16f, 138f.
cite-note-2525. ↑ Stumpf/Thomas 1999, S. 37.
cite-note-2626. ↑ Taylor Cox Jr.: Creating the Multicultural Organization. Wiley, San Francisco 2001, S. 84 f.
cite-note-2727. ↑ Annette Baranowski u. a.: Interkulturelle Kompetenzentwicklung: Sensibilisieren, Wissen vertiefen, Verhalten Ă€ndern. Hrsg. Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF), Berlin 2006, S. 24 ff.
cite-note-2828. ↑ Tessa L. Dover, Cheryl R. Kaiser, Brenda Major: Mixed Signals: The Unintended Effects of Diversity Initiatives. In: Social Issues and Policy Review. Band 14, Nr. 1, 2020, ISSN 1751-2409, S. 152–181, doi:10.1111/sipr.12059 (wiley.com [abgerufen am 27. November 2024]).
cite-note-12-2929. ↑ Janine N. Matton, Christine M. Hernandez: A new study identifies the “makes and breaks” of diversity initiatives. In: Journal of Organizational Excellence. Band 23, Nr. 4, 2004, ISSN 1531-6653, S. 47–58, doi:10.1002/npr.20025 (wiley.com [abgerufen am 27. November 2024]).
cite-note-22-3030. ↑ Robin J. Ely, David A. Thomas: Cultural Diversity at Work: The Effects of Diversity Perspectives on Work Group Processes and Outcomes. In: Administrative Science Quarterly. Band 46, Nr. 2, 1. Juni 2001, ISSN 0001-8392, S. 229–273, doi:10.2307/2667087 (sagepub.com [abgerufen am 27. November 2024]).
cite-note-3131. ↑ Sandra Portocarrero, James T. Carter: Diversity initiatives in the US workplace: A brief history, their intended and unintended consequences. In: Sociology Compass. Band 16, Nr. 7, 2022, ISSN 1751-9020, S. e13001, doi:10.1111/soc4.13001 (wiley.com [abgerufen am 27. November 2024]).
cite-note-0-3232. ↑ David A. Thomas, Robin J. Ely: Making Differences Matter: A New Paradigm for Managing Diversity. 1996 (Reprint 96510 in: Harvard Business Review on Managing People 1999, S. 121 ff.)
cite-note-3333. ↑ Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diversity: Chancen gleich(heit) prĂŒfen – Diversity Mainstreaming fĂŒr Verwaltungen
cite-note-3434. ↑ Manfred Becker, Alina Seidel (Hrsg.): Diversity Management – Unternehmens- und Personalpolitik der Vielfalt. SchĂ€ffer-Poeschel, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-7910-2495-0.
cite-note-3535. ↑ Manfred Becker: Wissenschaftstheoretische Grundlagen des Diversity Management. In: M. Becker, A. Seidel (Hrsg.): Diversity Management. Unternehmens- und Personalpolitik der Vielfalt. Stuttgart, S. 3–50, hier: S. 11.
cite-note-3636. ↑ White House (20. Januar 2025): Executive Order 14151 – Ending Radical And Wasteful Government DEI Programs And Preferencing
cite-note-3737. ↑ White House (21. Januar 2025): Executive Order 14173 – Ending Illegal Discrimination and Restoring Merit-Based Opportunity
cite-note-3838. ↑ AP News (April 2025): Judge largely blocks Trump's executive orders ending federal support for DEI programs
cite-note-3939. ↑ C.A. Labor & Employment Law (Februar 2025): Federal Court Temporarily Blocks Enforcement 

cite-note-4040. ↑ Holland & Knight (MĂ€rz 2025): DEI in Flux – Fourth Circuit’s Decision Resuscitates DEI Executive Orders
cite-note-4141. ↑ Fortune (12. Mai 2025): SAP rolls back diversity targets amid U.S. legal pressure
cite-note-4242. ↑ Ely/Thomas 2001, 237
cite-note-4343. ↑ Thomas/Ely 1996, 81
cite-note-4444. ↑ Thomas/Ely 1996, 82
cite-note-4545. ↑ Julia Lukas: Personalpolitische Handlungsalternativen mit Ă€lteren Arbeitnehmern in Unternehmen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland: Eine theoretische Analyse und praktische Implementierung an einem konkreten Praxisbeispiel. Springer 2012, S. 41.
cite-note-4646. ↑ Thomas/Ely 1996, S. 83.
cite-note-4747. ↑ Thomas/Mack/Montagliani 2004, S. 33.
cite-note-4848. ↑ Thomas/Ely 1996, 80
cite-note-4949. ↑ Agars/Kottke 2004, 61
cite-note-5050. ↑ Sackmann/Bissels/Bissels 2002, 50
cite-note-5151. ↑ Cox/Cox/O’Neill 2001, 19
cite-note-5252. ↑ Taylor Cox Jr.: Creating the Multicultural Organization. Wiley, San Francisco 2001, S. 77 ff.
cite-note-5353. ↑ Will Kymlicka: Solidarity in diverse societies: beyond neoliberal multiculturalism and welfare chauvinism. In: Comparative Migration Studies. Band 3, 2015, S. 17, doi:10.1186/s40878-015-0017-4.
cite-note-5454. ↑ Regine Bendl: Chancengleichheit am Arbeitsplatz fĂŒr Frauen – Integration in die strategische UnternehmensfĂŒhrung. Eine theoretische und empirische Analyse. Hampp Verlag. MĂŒnchen-Mering. 1997, S. 21 f.
cite-note-5555. ↑ Gertraude Krell: Kritik an Gender und Diversity – Gender und Diversity als Kritik: Das Beispiel Betriebswirtschaftslehre. In: Edeltraut Hanappi-Egger, Regine Bendl (Hrsg.): DiversitĂ€t, Diversifizierung und (Ent)Solidarisierung. Springer VS, Wiesbaden 2015, S. 88.
cite-note-5656. ↑ David G. Embrick, Sharon M. Collins, Michelle S. Dodson: Challenging the Status Quo. Diversity, Democracy, and Equality in the 21st Century. Brill, 2018, ISBN 978-90-04-29122-5. Darin insbesondere die BeitrĂ€ge von Joyce M. Bell, Wendy Leo Moore: Disfavored Subjects: How Liberalist Diversity Fails Racial Equity in Higher Education (S. 71–88), Michael Kreiter, Arthur Scarritt: “Boatloads of Money” in the Great Equalizer: How Diversity Furthers Inequality at the Neoliberal University (S. 89–116), Meghan A. Burke: Sympathetic Racism: Color-Blind Discourse’s Liberal Flair in Three Diverse Communities (S. 241–260).
cite-note-5757. ↑ Cedric Herring, Loren Henderson: Diversity in Organizations: A Critical Examination. Routledge 2014, S. 18.
cite-note-5858. ↑ Delivering through Diversity. McKinsey 2018.
cite-note-5959. ↑ Lena Hipp: Ungleichheiten und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 26. Februar 2016.
cite-note-6060. ↑ Merx 2006; Merx/Vassilopoulou 2007, S. 22 ff.
cite-note-6161. ↑ Karima Benbrahim: Diversity eine Herausforderung fĂŒr pĂ€dagogische Institutionen. Heinrich-Böll-Stiftung. 1. MĂ€rz 2008.
cite-note-6262. ↑ Bundesagentur fĂŒr Arbeit: Leitfaden Diversity Management (Memento des Originals vom 7. Februar 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wir-sind-bund.de. Oktober 2012.
cite-note-6363. ↑ Über die Charta – FĂŒr Diversity in der Arbeitswelt. Abgerufen am 3. Januar 2018.
cite-note-6464. ↑ Die Charta – FĂŒr Diversity in der Arbeitswelt. Abgerufen am 3. Januar 2018.
cite-note-6565. ↑ Maria Schwarz-Wölzl, Christa Maad: Diversity and Managing Diversity. Teil 1: Theoretische Grundlagen 2003/2004. Zentrum fĂŒr Soziale Innovation, Wien 2004, S. 25 f. (zsi.at [PDF]).
cite-note-6666. ↑ Rochelle Toplensky: French companies lead the way on gender diversity in: Financial Times, 28. November 2018.
cite-note-6767. ↑ Michaele Wiegel: Und morgen bist du PrĂ€sident! Bildung und Struktur der politischen Elite in Frankreich. In: BPB (Hrsg.): Dossier Frankreich. 21. Januar 2013 (bpb.de).
cite-note-6868. ↑ Hubertus Schröer: Interkulturelle Öffnung und Diversity Management. In: Beate Blank, SĂŒleyman Gögercin, Karin E. Sauer, Barbara Schramkowski (Hrsg.): Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft: Grundlagen – Konzepte – Handlungsfelder. Springer VS, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-19539-7, S. 773–785 (springer.com).
cite-note-6969. ↑ Hubertus Schröer: Interkulturelle Öffnung und Diversity Management: Ein Vergleich der Strategien. S. 7 (docplayer.org).
cite-note-7070. ↑ Dick 2003, 137
cite-note-7171. ↑ Annette Baranowski u. a.: Interkulturelle Kompetenzentwicklung: Sensibilisieren, Wissen vertiefen, Verhalten Ă€ndern. Hrsg. Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF), Berlin 2006, S. 24 ff.
cite-note-7272. ↑ Alexander Thomas, Siegfried Stumpf: Aspekte interkulturellen FĂŒhrungsverhaltens. In: N. Bergeman, A.J.L. Sourisseaux (Hrsg.): Interkulturelles Management. Berlin, Heidelberg, New York 2003, S. 237–272.
cite-note-7373. ↑ Barbara Weißbach, Theo SchĂŒlken, Doreen HĂŒttig: Je mehr kulturelle Vielfalt, desto besser? Zufriedenheit bei der Arbeit in multikulturellen Teams. In: PersonalfĂŒhrung 2007, H. 3, S. 40–47.
cite-note-7474. ↑ Stefan KĂŒhl, Sebastian Hoering, Alexander Schulze-Fielitz: HomogenitĂ€t und HeterogenitĂ€t in der Gruppenzusammensetzung. Eine mikropolitische Studie ĂŒber Entscheidungsprozesse in der Gruppenarbeit. In: Arbeit, 10. Jg. (2001), H. 4, S. 331–351.
cite-note-7575. ↑ Dietz/Petersen 2005, 228
cite-note-7676. ↑ Petra Köppel: Diversity Management in Deutschland 2013. Ein Benchmark unter den DAX 30-Unternehmen. Hrsg.: Synergy Consult. MĂŒnchen 2013.
cite-note-7777. ↑ Petra Köppel: Diversity Management in Deutschland. Hrsg.: Synergy Consult. MĂŒnchen 2014.
cite-note-7878. ↑ Michael Stuber: Diversity: Mode oder Muss? Böll-Stiftung, 18. November 2006.
cite-note-7979. ↑ Als Ausnahmen mit eigener theoretischer Konzeptualisierung sind die AnsĂ€tze von Krell, G. (1998), Koall (2001, 2002), Aretz, H.-J./Hansen, K. (2002), Wagner, D./Sepehri, P. (2000) und Petersen, L.-E./Dietz, J. (2005), Knoth, A. (2006) zu nennen.
cite-note-8080. ↑ Roland Berger: Kurzfassung der Studie
cite-note-8181. ↑ Petra Köppel, Junchen Yan, Jörg LĂŒdicke: Cultural Diversity Management in Deutschland hinkt hinterher. Arbeitspapier, Kompetenzzentrum Unternehmenskultur/FĂŒhrung, Bertelsmann Stiftung GĂŒtersloh 2007.
cite-note-8282. ↑ Petra Köppel: Diversity Management in Deutschland 2011: Ein Benchmark unter den DAX 30-Unternehmen
cite-note-8383. ↑ Petra Köppel: Diversity Management in Deutschland. 1-5 (2010 bis 2014) – (synergyconsult.de).
cite-note-8484. ↑ Sackmann/Bissels/Bissels 2002, 51 f.
cite-note-8585. ↑ Patricia Purtschert: Wir sind alle divers@1@2Vorlage:Toter Link/www.woz.ch (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: Wochenzeitung. Ausgabe 37/2005.
cite-note-8686. ↑ Domingos de Oliveira: Barrierefreiheit und Corporate Social Responsibility (CSR)
cite-note-8787. ↑ DGB Bundesvorstand: Schwerbehinderte: Arbeitslosigkeit weiter ĂŒber dem Durchschnitt. 9. MĂ€rz 2018.
cite-note-8888. ↑ Sarah Theule Lubienski: Celebrating Diversity and Denying Disparities: A Critical Assessment. In: Educational Researcher, Vol. 32, Issue 8, 2003.
cite-note-8989. ↑ Paul Mecheril: Die Macht des Einbezugs. Heinrich-Böll-Stiftung, o. J.
cite-note-9090. ↑ Michael Meuser: Diversity Management – Anerkennung von Vielfalt? In: Ludger Pries (Hrsg.): Zusammenhalt durch Vielfalt? Springer VS, Wiesbaden 2013, S. 167 ff.
cite-note-9191. ↑ Cheryl R. Kaiser, Tessa L. Dover, Payton Small, Gary Xia, Laura M. Brady, Brenda Major: Diversity Initiatives and White Americans’ Perceptions of Racial Victimhood. In: Personality and Social Psychology Bulletin, (2022), 48(6), 968–984.